Helge Emmaneel
Die Abstraktion des Zufalls
Es sind vor allem die Farben und Formen der Natur, das zufällige Zusammenspiel des Lichts der Wolken und des Windes, die immer wieder als Ausgangspunkt meiner Bilder dienen.
Ein kurzer Moment wird zu einem photographischen Objekt, zu einer Ansammlung farbiger Teilchen auf einem Stück Papier.
Die sichtbare Wirklichkeit wird durch den photographischen Prozess und der Vervielfältigung transformiert und abstrahiert.
Die Körper und Dinge verlieren ihren natürlichen Charakter und verwandeln sich in eine Vision.
helge emmaneel, 2001
„ Landschaft als gedankliche Abstraktion, die das Ineinandergreifen von räumlicher und körperlicher Ausdehnung an einem Ort formuliert“
Seascapes
Das Meer und die Topographie am Meeresraum sind zentrale Themen meiner künstlerischen Arbeit. Eine nachhaltige Faszination liegt dabei in der unerschöpflichen Veränderbarkeit des Meeres, das sich in jeder Sekunde und mit jedem Wellenschlag wandelt.
Dabei geht es mir um eine abstrahierte, emotionale Darstellung von Landschaft, eine Abstraktion des Zufalls, bei der sich ein kurzer Moment, ein zufälliges Zusammenspiel des Lichtes, der Wolken und des Windes zu einer Komposition verdichten.
Formal, begebe ich mich damit in die Nähe der Malerei, speziell der englische Landschaftsmaler William Turner und Gerhard Richters Repräsentationen photographischer Abbilder sind für mich künstlerische Orientierungspunkte.
Helge Emmaneel, 2002


